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Die Inselkirche und der Steg

Hingegen durch historische Schriften als gesichert gilt, dass sich spätestens ab dem 12. Jahrhundert auf der Insel Wörth kein Kloster mehr, sondern eine Pfarrkirche befand. Im Jahr 1450 wurde die Pfarrgemeinde Staffelsee, zu der die Dörfer Seehausen, Riedhausen, Rieden, Aschau und Weichs gehörten, durch Erlass des Papstes Nikolaus V. dann dem 1330 gegründeten Kloster Ettal zugesprochen. 

Doch der Weg zum Gottesdienst war beschwerlich: Hinüber zur Inselkirche gelangte man vom Festland aus entweder per Boot oder mittels eines ca. 300m langen und 90cm breiten Holzstegs. Noch heute sind die Überreste der Pfähle des Originalstegs zwischen der Halbinsel Burg, der Jakobsinsel und der Insel Wörth im See ca. einen halben Meter unter der Wasseroberfläche zu erkennen.
 

„[…] Einige Pfarrkinder gingen nur selten in die bestehende Kirche, weil sie sich ‘mittels Schiffen […] von dem Mösner […] von dem Landt über den See in die Insul’ übersetzen lassen müssten; anders erreichte man die Kirche nur über einen […] Steg, der über Sumpf und Wasser führte. Aufgrund dieser Situation seien schon manche ohne die heiligen Sakarmente verstorben oder gar beim Kirchgang ertrunken.“  


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